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Vom Hosentaschenbuch zum eigenen Gemälde.

Unter diesem Motto startete ein einwöchiges handlungsorientiertes Kunstprojekt mit ca.12 Sprint-Teilnehmern/innen. Das Kunstwerk „Kairouan I“ (1912), das von August Macke (1887-1914) im Anschluss an die berühmte „Tunisreise“ entstand, war die Vorlage für die späteren Bilder der  Projektteilnehmer/innen, deren gemeinsamer Common Ground dem Kulturraum des Exponats entspricht. Die dadurch vermutete  Entlastung sollte dazu beitragen, dass der passive und auch aktive Wortschatz in der Zweitsprache Deutsch elizitiert werden konnte. Zunächst wurden in einem ersten Schritt Farben gemischt. Aus Primärfarben entstanden Sekundärfarben und weitere Farbnuancen in einer längeren Phase des Experimentierens. Die Ergebnisse wurden in einem Hosentaschenbuch festgehalten.

Dann folgte der zweite Schritt. Die Teilnehmer/innen näherten sich beschreibend dem Bild „Kairouan I“ an, indem Wortfelder zu den Themen Geometrie und belebter und unbelebter Natur entwickelt worden waren. Auf Basis des Vorbildes entstanden dann die eigenen Kunstwerke. Eigene Kulturimpulse wurden gesetzt, eigene Farbnuancen entwickelt. Erfahrungen in der neuen Heimat wurde aufgegriffen und in die Bildideen integriert, sodass beispielsweise die Marienburg in der Nähe Schulenburgs in den Vordergrund trat und nicht die Stadt Kairouan in der tunesischen Wüste. Ysidische Kulturelemente wurden auf anderen Bildern in den Mittelpunkt der Bilder gerückt. Aber auch die Pyramiden Ägyptens faszinierten eine Teilnehmerin so sehr, dass sie ihre Bildidee danach ausrichtete, was die Projektleiterinnen Britta Nygaard und Ulrike Ließ sehr beeindruckte.

Auf Basis der eigenen Bildkompositionen wurden dann in einem dritten Schritt kleine Geschichten von einigen Teilnehmern/innen geschrieben, die in einem vierten Schritt mit Hilfe einer Profianalyse ausgewertet wurden, um das Voranschreiten des Spracherwerbs dokumentieren und beschreiben zu können.

Das nächste interkulturelle Kunstprojekt ist schon in Planung. Es wird sich mit einem bisher unbekannten Exponat der Malerin Gabriele Münter beschäftigen.

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